Ich schliesse das Aikidoforum

In den letzten Wochen hab ich schon öfter mit dem Gedanken herumgespielt, das Aikidoforum zu schliessen. Und nach einem etwas engleisten Thema vor ein paar Tagen ist es jetzt soweit:<p /> Ich werde das Forum auf- oder abgeben.<p />Bis zum 01.12.2010 werd ich nach einem Nachfolger suchen und auf Reaktionen warten. Sollte sich dann niemand bereiterklären, die Domain und das Forum mit Inhalten zu übernehmen, werd ich alles archivieren und das Hosting abschalten.<p /> Also, meldet euch.

Zeitplanung für den Bürojob

Drüben bei Unclutterer gibt es aktuell einen Artikel, wie man seinen Arbeitstag produktiv gestalten kann. Generell kann ich zustimmen, aber etwas hat mich doch erstaunt (abgesehen von dem 11h Arbeitstag… aber das ist ein anderes Thema). Hier ist die Aufstellung für einen Beispieltag:

  • 07:30 Arrive at work, hang up coat, get coffee
  • 07:45 Plan the day
  • 08:00 Project meeting in conference room A
  • 09:30 Check and process e-mail, voice mail; Admin work
  • 10:00 Dedicated work time on project X
  • 11:30 Check and process e-mail, voice mail; Admin work
  • 12:00 Lunch
  • 13:00 Dedicated work time on project Y
  • 15:00 Check and process e-mail, voice mail; Admin work
  • 15:30 New client meeting in interview room
  • 17:00 Check and process e-mail, voice mail; Admin work
  • 17:30 Complete all must-do work on projects X and Y
  • 18:15 Power down equipment, prepare workstation for next day
  • 18:30 Head home

In dem Plan sind 315min Arbeit enthalten. Ich zähle Meetings, Mails und administrative Aufgaben nicht dazu. Und das bei 11h (= 660min). Damit sind über 50% des Tages mit Meetings, Pausen, Emails verplant. Ich weiß, dass ich selbst nicht im Meetingsdschungel gefangen bin und von solchen Aktionen meistens verschont bleibe. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich nur 45% meines Tages mit Softwareentwicklung und den Rest in Meetings und mit dem Beantworten von irgendwelchen Mails verbringen würde… buah, nein danke. Und wenn man durch Meetings einen Zeitplan vorgegeben bekommt, kann man doch eh’ nur “in die Pausen reinarbeiten”.

Ich habe mir meinen Tag so eingerichtet, dass ich nur noch 3x Tag meine Mails checke (das Skript AltTab.ahk für Autohotkey ist sehr praktisch, wenn man bestimmte Anwendungen wie Lotus Notes aus seinem ALT+Tab ausbleiben möchte), morgens bis ca. 10:00h unter Kopfhörern meine Aufgaben abarbeite und auch im weiteren Verlauf des Tages nur für Rants über fehlende Buildskripte oder bockige Server wieder auftauche. 🙂

Auch Raten will gelernt sein.

In den letzten Tagen mache ich mir wieder verstärkt Gedanken über Aufwandschätzung in der Softwareentwicklung. Diese Woche bin ich wieder in ein anderes Projekt gewechselt und stehe oft vor mir unbekanntem Code. Trotzdem will ich Fehler beheben und meine Schätzungen sollen natürlich etwas besser als “einfach geraten” sein.

Dazu schreibe ich als erstes detailliert meine Aufgaben mit. Gesamtzeit, tatsächliche Aufgaben, Start und Ende. Damit will ich neben dem direkten Vergleich zu meiner ursprünglichen Schätzung ein paar Faktoren bestimmen, die Einfluss auf meine Schätzungen haben:

  • Testing (inklusive Reproduktion der Fehler)
  • Refactoring
  • Konfiguration
  • Administrative Aufgaben

Früher oder später soll mir das ganze dazu verhelfen, Schätzungen abzugeben, die nicht 300% am Endergebnis vorbeigehen… Das ist im Moment etwas schwierig, da ich auf keinerlei historische Daten zurückgreifen kann und nur langsam einen Überblick über die bestehende Codebasis bekomme.

Politik in Deutschland ist gescheitert.

Ich kann’s immer noch nicht glauben, was die tiefschwarze Regierung in Form von Kanzlerin Merkel am Wochenende von sich gab:

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte die Multikulti-Gesellschaft für tot. „Dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert„, pflichtete die Kanzlerin CSU-Chef Horst Seehofer bei. Allerdings wandte sich Merkel gegen Seehofers umstrittene Forderung nach einem Zuwanderungsstopp gegen Menschen aus fremden Kulturen. Deutschland sei auf den Zuzug von Spezialisten angewiesen, auch wenn die Qualifikation deutscher Arbeitsloser Vorrang haben müsse, betonte Merkel. (siehe WELT online)

Ich gebe zu, ich hab im Geschichtsunterricht nicht besonders gut aufgepasst (was heißt schon „Leistungskurs“…) und ich gebe sonst nicht viel auf die&Auml;usserungen von Schwarz-Geld. Aber bei solchen Worten bleib ich ein paar Minuten sprachlos vor dem Bildschirm sitzen…

Wie jetzt? Plötzlich ist die Multikulti-Gesellschaft tot? Weil demnächst in wasweißich für einem Bundesland Wahlen anstehen und Schwarz-Geld auf Stimmenfang gehen muss? Oder weil die Terrorpanik generell mal wieder hochgedrückt werden muss, damit die nächste Wahl auf Bundesebene im Sinne der gerade Regierenden&uuml;ber die Bühne geht und man weiter an den Rechten der Bürger herumschnippeln darf?

Ich würde ja sagen: Gut, die wollen halt nicht mehr Politik machen, sonst würde man sowas ja nicht von sich geben. Aber ich befürchte fast, dass sie damit tatsächlich Stimmen bekommen. Und das in Deutschland. Sagt das jetzt mehr&uuml;ber die Politiker oder&uuml;ber die Bürger?

Streit oder kein Streit?

Ich bin ja generell kein Typ für Streitereien. Allerdings find ich auch, dass ich eine hohe Toleranz für Unsinn habe. Man muss mich schon ganz schön lange nerven, bis ich mich drauf einlasse. Lieber ignoriere ich Streithammel und geh meiner Wege. Die Welt ist ja groß genug.

Ich hab aber schon oft bemerkt, dass im Internet die Hemm- und die Toleranzschwelle der Leute sinken. Was man sich im echten Leben nicht traut oder wodrauf man im Leben nicht von allein kommen würde, das reisst im Netz schon größere Gräben auf.

Wie auch immer: Ein paar Tage drüber nachdenken hilft ja auch manchmal.

Gibt es wirklich eine Lücke zwischen Management und Entwicklung?

In den letzten Tagen denke ich wieder viel über Testing, Clean Code und generell den Entwicklungsprozess nach. Und manchmal unterhalte ich mich auch mit anderen, lebenden Menschen darüber. Und dabei kommen sehr unterschiedliche Standpunkte heraus.<p /> Ich glaube zum Beispiel in meiner naiven Art daran, dass jeder in einem Unternehmen daran interessiert ist, eine aufgeräumte Codebasis zu haben und zu halten, damit neue Funktionen schnell und ohne groߟen Aufwand in die Software aufgenommen werden können. Weiter glaube ich daran, dass jeder daran interessiert ist, den Prozess bis zum Ausrollen der Software so einfach und schnell wie möglich zu gestalten.<p /> Aber anscheinend teilt nicht jeder meine Meinung, und manch einer glaubt sogar daran, dass es in der Softwareentwicklung folgendes der Standard ist:
<ul><li>starre Endtermine</li><li>eine große Menge von Funktionen auf einen Schlag implementieren</li> <li>ohne nennenswerte Zeit für Unit Tests auskommen</li><li>Wartungsarbeit am Code nur im Notfall vornehmen</li></ul>Und vor allem<div><ul><li>die Projektleitung hält den Entwickler wissentlich mit zu engen Deadlines dazu an, schlechten Code abzuliefern.</li> </ul>Vielleicht sehe ich das viel zu schwarz/weiߟ. Aber ich war mittlerweile in genügend Projekten dabei, um verschiedene Ansätze zu kennen. Und auch wenn man seinen Code ohne automatisierte Unit Tests schreibt, wenn man keine Continuous Integration hat und wenn man nicht die neusten Frameworks einsetzt, kann man qualitativ hochwertigen Code schreiben.</div> <p /><div>Dazu gehört aber neben guten Entwicklern, die Clean Code ernst nehmen und ihren Job nicht nur als Geldmaschine ansehen, auch eine gute Projektleitung, die versteht, dass Clean Code nicht automatisch beim Herunterschreiben von neuen Funktionen entsteht. Guter, wartbarer Code ist kein Nebenprodukt, er ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung des gesamten Teams – und ich schließe ketzerisch die Projektleitung mit ein. ;-)</div>

Schreck am Morgen: Fitbit verloren?

Heute morgen war ich auf dem Weg kurzzeitig in Panik: Mein Fitbit klemmte nicht mehr wie gewohnt an der Hosentasche! Weg? Verloren? Im Dunkeln mit der Jacke (ja, trage ich mittlerweile) von der Naht abgedrückt?

Ich bin dann die bereits zurückgelegten 200m hektisch zurück nach Hause marschiert, weil ich mir eingebildet hab, ich hätte das Fitbit heute morgen zum Aufladen auf die Basisstation geschoben. Und da war’s dann auch…

Aber es stimmt schon: wenn man das Fitbit aussen trägt, kontrolliert man oft, ob’s noch da ist oder schon irgendwo am Strassenrand liegt.

Werbung in der Fitnessindustrie

Nur damit ihr mal eine Vorstellung davon bekommt, was für Menschen in der Fitnessindustrie herumlaufen:

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Sowas ist auf dem Deckblatt einer *Aufbauanleitung* für eine Schrägbank.

Neue Hantelbank von Finnlo

Am Wochenende hab ich mich bei einem guten Angebot bei Ebay endlich dazu durchgerungen, eine anständige Hantelbank von Finnlo zu kaufen. Es stellt sich mal wieder heraus, dass man zweimal zahlt, wenn man billig kauft.

Der Aufbau war auch sehr viel einfacher als bei dem billigen Modell. Hier ein paar Bilder:

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Und hier das fertige Setup:

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Und weil ich nicht aufgepasst habe, hab ich Schrägbankdrücken gleich mit 10kg mehr als letztes Mal gemacht. 🙂 Soviel zu „Motivation ist alles„.

Lowcarb

Morgens

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Besteht aus 3 Eiern, 1 Cabanossi und 1 Paprika. Kohlenhydrate: 10g. 733kcal

Nachmittags

Apfelkuchen mit Zimtsahne

Apfelkuchen mit Zimtsahne (ja gut, nicht wirklich lowcarb…)

Abends

Cabanossi, Krautsalat, Feta

Zweite Cabanossi, Feta, Krautsalat