Links setzen ist guter Stil

In den letzten Wochen ist mir ein Trend im Netz aufgefallen, der mir überhaupt nicht gefällt. Neustes Beispiel ist ein Artikel bei arstechnica über einen Patent-Troll, der notch verklagt. Der Trend: keine Links auf die Originalquelle setzen.

Entweder ich bin zu doof, diese Links zu finden oder immer weniger Seiten machen sich die Mühe und suchen die passenden Links heraus. In dem Artikel oben findet sich zwar der Link auf das von notch selbst hochgeladene PDF des patent infringement filings, aber ein Link auf den Original-Tweet von notch wäre doch nicht zu viel verlangt, oder? Oder direkt einbetten:

Das ist ein(!) Klick bei Twitter. Einer. Gut, vorher muss man kurz http://twitter.com/notch in seinen Browser eintippen und vielleicht ein wenig scrollen.

Ausserdem fehlt der Link auf das passende US-Patent 6,857,067. Auch das könnte man selbst suchen, oder man nimmt einfach den Link von Joystiq kopieren. Wenn man sich viel Mühe machen will, dann öffnet man den Link nochmal und guckt nach, ob das auch wirklich das richtige Patent ist.

Dann könnte ein Leser ohne dreimal zu klicken und selbst bei Twitter zu suchen die Originalquellen nachlesen und sich selbst eine Meinung bilden. Aber dann wird ja die time on site reduziert und dann sinkt der Marketingwert der eigenen Seite…

Ich hasse sowas! Wenn ihr was interessantes im Netz findet, dann setzt gefälligst Links auf die Originalquelle!

Welches Modem für mein Android?

Seit gestern beschäftige ich mich mit der Frage nach dem optimalen Modem für mein Android-Telefon. Wenn man damit mal angefangen hat, kann man den Tag eigentlich erstmal abschreiben. Foren-Threads lesen, Firmware-Versionen und ROMs vergleichen – und hinterher ist man immer noch nicht schlauer.

Ich hab deshalb angefangen, ein paar interessante Links zusammenzutragen:

Alle Links gibt es in meinem Android-Stack bei Delicious.com. Wenn ihr Links beisteuern wollt, dann meldet euch einfach und ich füge euch als Contributor für den Stack hinzu.

Welches Modem benutzt ihr mit eurem Netzbetreiber? Und habt ihr schon andere durchprobiert?

Zitate aus Buch „Starting Strength“

Ich bin mittlerweile schon etwas weiter im Buch Starting Strength und wollte noch ein paar der schönsten Zitate aus dem Buch hier weitergeben. Wer sich für Krafttraining interessiert, der sollte sich das Buch auf jeden Fall holen!

Hier die Zitate, in keiner besonderen Reihenfolge:

A weak man is not as happy as that same man would be if he were strong.

Exercise is not a thing we do to fix a problem – it is a thing we must do anyway, a thing without which there will always be problems.

Furthermore, barbells require the individual to make these adjustments, and any other ones that might be necessary to retain control over the movement of the weight. This aspect of exercise cannot be overstated – the control of the bar, and the balance and coordination demanded of the trainee, are unique to barbell exercise and completely absent in machine-based training.

If the weight room is not equipped with chalk, bring your own. If the gym complains, change gyms.

Gerade diesen Punkt muss man als Einsteiger vielleicht ein paar Mal laut vor sich hersagen. Das gilt auch für Fitnessstudios, die kein Kniebeugen oder Kreuzheben erlauben, obwohl mir so etwas noch nicht untergekommen ist. Meistens scheitert es eher am Fehlen jeglicher Unterstützung seitens des (wahrscheinlich) mies bezahlt und ausgebildeten Personals… 🙁 Den Punkt kann man aber auf viele Situationen im täglichen Leben übertragen, ohne den Wortlaut zu sehr verändern zu müssen…

First and foremost, ALWAYS STEP BACK OUT OF THE RACK. ALWAYS. NEVER PUT THE BAR BACK IN THE RACK BY STEPPING BACKWARDS. NEVER. This cannot be done safely.

Auch hier: gesunder Menschenverstand. Wenn man die Ablage nicht sehen kann, kann man nicht ablegen.

If the squat is crazy bad, rack the bar and repeat the pre-squat procedure, focusing on the knees-out part.

Daraus folgt ständige Selbstkontrolle oder Beurteilung durch einen fähigen Trainingspartner bzw. Coach. Mittlerweile hat man ja eine Videokamera im Handy, also ist auch das Training allein im Keller keine Ausrede mehr für schlechte Technik und gefährliches Rumwurschteln.

There are no actual data for the rates of CVA (deutsch: Schlaganfall) in the weight room because they occur so infrequently as to be statistically unmeasurable. More people drown in 5-gallon buckets each year than have had barbell training-related strokes since the invention of barbells. (über Atemtechnik und die zu Unrecht verdammte “Pressatmung”)

For every bench press workout, there should be a press workout.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute im Fitnessstudio eigentlich nur Variationen des Bankdrückens machen.

Except for the squat, there is no thumbless grip in barbell training.

Barbells like to move in straight vertical lines, and your job is to arrange your body movements so that the bar can do this.

Das ist so ziemlich die einfachste Beschreibung, mit der man alle gängigen freien Hantelübungen beschreiben kann. Fragen zur Technik und zur Ausführung lassen sich häufig mit einem Vergleich der eigenen Hantelbahn mit einer geraden Linie entgegen der Schwerkraft beantworten. Manche Kapitel im Buch lesen sich eher wie eine Einführungsstunde Physik oder Mechanik. Aber der menschliche Körper besteht (etwas vereinfacht) eben auch nur aus Gelenken und Hebelarmen.

Some people are reluctant to admit they have too much weight on the bar, in the same way that they are likely to take too big an increase in weight each workout. The ego interferes with thinking, causing an attempt to handle weights that cannot be lifted with correct form.

The hands are prone to callus formation as a normal part of training. All lifters have calluses, and need them to protect the hands from blisters and tears.

Everything else can be wrong with the deadlift and nothing really bad will happen, but if your low back is round under a big load, safety will be compromised.

The bar should be 1–1œ inches from your shins. For almost every human being on the planet, this distance places the bar directly over the middle of the foot, the position over which the bar stays on its way up to lockout.

Most people are reluctant to keep the bar close enough to their legs during the pull, as well as when setting it down, and for that matter before the bar leaves the ground. This reluctance is often due to the fear of marring the beauty of the shins and thighs and a lack of appreciation of the significance of balance in the pull.

Many people like to pull the first rep off of the floor, breathe at the top at lockout, and finish the set by bouncing the bar off the floor for the remaining reps. It is easier to do the set this way, true, but easy and strong are usually opposing concepts.

Die meisten meiner Highlights auf dem Kindle sind Tipps zur Technik oder zur Sicherheit. Ein paar der anscheinend typischen Rippetoe-Sprüche sind aber auch dabei. 😉

Und nochmal: Wen ihr euch für Krafttraining interessiert und im Fitnessstudio nicht nur den Frauen auf die Beine guckt, sondern stärker werden wollte, kauft. das. Buch. Jetzt.

Neues Buch „Starting Strength“ von Mark Rippetoe

Gestern habe ich mir ein neues Buch gekauft: Starting Strength von
Mark Rippetoe
. Das Buch ist sowas wie ein Geheimtipp, obwohl es
in den Foren über Krafttraining oder Body Building gar nicht mehr so
geheim ist.

Aus dem Beschreibungstext:

Starting Strength has been called the best and most useful of
fitness books. The second edition, Starting Strength: Basic Barbell
Training, has sold over 80,000 copies in a competitive global market
for fitness education. Along with Practical Programming for Strength
Training 2nd Edition, they form a simple, logical, and practical
approach to strength training. Now, after four more years of testing
and adjustment with thousands of athletes in seminars all over the
country, this third edition expands and improves on the previous
teaching methods and biomechanical analysis.

Mein Training besteht ja seit ein paar Jahren eigentlich nur noch aus
Hanteltraining ohne irgendwelche Maschinen. Selbst in Fitnessstudios
bin ich meistens in den Hantelbereichen unterwegs statt mich in
Maschinen für Isolationsübungen zu zwängen. Eigentlich sagt einem
auch der gesunde Menschenverstand, dass man nutzbare Kraft für den
Alltag nicht mit Isolationsübungen trainieren kann… aber es dauert
eben etwas länger, bis man das wirklich glaubt.

Das Buch setzt genau da an: Es werden nur Ganzkörperübungen beschrieben.
Als erstes natürlich die Kniebeuge, die beste Übung aller Zeiten. 😉
Und die anstrengendste. Die Übung erfordert da Zusammenspiel von so
vielen Muskeln und Gelenken, dass die biomechanische Beschreibung im Buch
einige Zeichnungen bemüht, um Hebelarme, Gelenke und Kräfte verständlich
aufzuzeigen. Dazu kommen einfache Tipps, um z.B. die Fussstellung und
die Position der Hantelstange auf den Schulterblättern zu kontrollieren.

Zwischendurch gibt es immer wieder ein paar Seitenhiebe auf die etablierten
Mythen der Fitnessszene:

“Squatting” in a Smith machine is an oxymoron. A Smith machine is
not a squat rack, no matter what the girls at the front desk tell you.

Die Skizzen und Tipps sind verständlich und ich werde bei meinem
nächsten Training sofort ein paar davon anwenden, um meine Technik zu
überprüfen und zu verbessern.

Falls jemand weiß, wie ich einen Link auf meine Highlights aus dem
Buch setzen kann, bitte in den Kommentaren melden. Sonst muss ich
wirklich anfangen, die per cut-n-paste aus Amazon rauszuschneiden…

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der nicht wegen der tollen Proteindrinks
ins Fitnessstudio geht, sondern der nutzbare Kraft trainieren will.
Der Kern des Buchs (und meines Trainings) wird gut in diesen beiden
Sätzen zusammengefasst:

A weak man is not as happy as that same man would be if he were strong.

Exercise is not a thing we do to fix a problem – it is a thing we must
do anyway, a thing without which there will always be problems.